»Wir wollen Ökonomie und Ökologie in Einklang bringen. Der Klimawandel schadet den Menschen und der Wirtschaft, aber Energie muss auch bezahlbar bleiben.«
Kommunalwahlprogramm der CDU Frankfurt, 2021

Hitzesommer, wie sie vermehrt auftreten, machen diese Zeit in der Stadt oft unerträglich. Global nehmen die Wetterextreme zu, die Folgen sind Überschwemmungen und Dürre. Wenn nicht ein radikales Umdenken stattfindet, werden vor allem der globale Süden und die global ärmeren und besitzlosen Menschen die Misere ausbaden dürfen. Doch die Klima- und Ökologie-Politik der CDU lässt sich zusammenfassen mit: Maßnahmen? Aber nur, wenn es der Wirtschaft nicht schadet! Es herrscht kein Interesse, bundesweit und lokal, geeignete Maßnahmen gegen eine zunehmende Zuspitzung der Klimakrise zu finden und die Klimaziele einzuhalten. Wenn Jugendliche von Fridays for Future auf die Straße gehen, um das Versagen anzuprangern, wird ihnen von der CDU entgegengehalten: Geht in die Schule und lasst mal die Erwachsenen machen. Wenn der Druck von der Straße auf die CDU doch einmal so groß wird, dass sie Forderungen umsetzen müssen, dann sollen die Kosten dafür auf den sozial Schwachen abgeladen werden. Warum die CDU eine klimaschädliche Politik betreibt, muss eigentlich nicht mehr ausgeführt werden – und trotzdem versuchen sie sich als »Bewahrer der Schöpfung« mit dem Thema Ökologie in ein gutes Licht zu Rücken.

Während die hessische CDU zusammen mit der grünen CDU (DIE GRÜNEN) Aktivist*innen aus dem Dannenröder Wald durch die Polizei hinaus prügeln ließ und aktiv Tote in Kauf nahm, um mitten in der Klimakrise eine Autobahn durch ein Trinkwasserschutzgebiet zu bauen, das eine halbe Millionen Menschen – bis Frankfurt – mit Trinkwasser versorgt, tut sie auch sonst alles, um eine sozial-ökologische Verkehrswende zu verhindern. Die Frankfurter CDU setzt sich für einen weiteren Ausbau des Flughafens um ein drittes Terminal ein. Anstatt sich für ein Verbot von Inlandsflügen einzusetzen, wird die Lufthansa während der Corona-Pandemie mit neun Milliarden Euro gerettet. Sie setzt sich sowohl bundesweit für den (Aus-)bau von Autobahnen oder Förderungen der Automobilindustrie als auch in Frankfurt weiter für den Individualverkehr ein. Eine autofreie Innenstadt oder auch nur einen autofreien Mainkai wird es mit der CDU nicht geben. Den Forderungen eines kostenlosen Fern- und Nahverkehrs und Ausbau der Schieneninfrastruktur, um Mobilität ökologisch und sozial zu ermöglichen, steht die CDU im Weg.

Auch was die Energieversorgung angeht, verhindert die CDU einen konsequenten Ausstieg aus fossilen Energieträgern. Während weiter Jahr für Jahr Ende Gelände gegen Kohle- und Gasenergie Blockadeaktionen durchführt, feiert die CDU Frankfurt die Umstellung des Frankfurter Heizkraftwerks West auf Gas bis zum Jahr 2025 als Erfolg. Gas ist und bleibt keine saubere Energie; es braucht keine Scheinlösungen, sondern ein wirkliches Umdenken in der Energiegewinnung. Als wäre dies nicht genug, sollen die Konzerne, die jahrelang von der Klimazerstörung profitiert haben, auch weiter nicht für die Folgen aufkommen. Viel mehr sollen sie für ein paar Jährchen früheren Kohleausstieg auch noch entschädigt werden. Anstatt konsequent Alternativen für eine ökologische Perspektive zu schaffen, in der beispielsweise Arbeitsplätze entstehen könnten, wird alles daran gesetzt, um den Status Quo möglichst lange aufrecht zu erhalten, mit der Hoffnung, dass vor allem die negativen Folgen des Klimawandels in den globalen Süden verschoben werden.

Doch die Folgen der Klimakrise sind auch schon in Städten wie Frankfurt angekommen und zeigen hier schon drastische Auswirkungen. Wassermangel, vertrocknete Parks und Hitzestaus durch zu wenig Grünflächen und zu enge Bebauung in der Stadt führen auch heute schon zu gesundheitlichen Problemen für viele Menschen. Eine klimagerechte Stadt und Gesellschaft ist mit der CDU nicht möglich und kann nur gegen sie erkämpft werden. Mit der CDU werden soziale und ökologische Probleme weiter verschärft und nicht die verursachenden Konzerne in die Verantwortung genommen.

Wer CDU wählt, wählt die Befeuerung der Klimakrise.